Bahnchef Mehdorn hat heute auf einer Pressekonferenz in Berlin verkuendet, aehnliche Massnahmen wie sie bereits von den Sicherheitsdiensten am Londoner Flughafen Heathrow praktiziert werden, auch fuer den Schienenverkehr durchsetzen zu wollen.
“Die Vorbereitungen sind in vollem Gange und einvernehmlich mit den Innenministern der Laender abgesprochen”, erklaerte Mehdorn. “Die Auslastung der Zuege betraegt oftmals weit mehr als 80%, was bedeutet, dass mehr Reisende in einem Zug sitzen, als in einem durchschnittlichen Airbus.” Mehdorn verwies auf die nach wie vor angespannte Bedrohungslage und auf die Tatsache, dass die Terroristen bislang wesentlich haeufiger Zuege (London, Madrid, Mumbai/Indien) in die Luft gesprengt haetten als Flugzeuge.
Fuer alle ICE-Verbindungen gilt ab Mittwoch 16.8.2006, dass die Mitnahme jeglichen Handgepaecks untersagt wird und auf den Strecken der bundesdeutschen Regionalbahnen sollen Mitarbeiter der Bahnpolizei zusaetzliche Kontrollen durchfuehren, mit denen verhindert werden soll, dass Reisende und Pendler gefaehrliche Flussigkeiten mitfuehren.
Auch die Stadtverwaltung Muenchen hat bereits Einladungen an 8300 ALG II-Empfaenger versandt, in denen diese aufgefordert werden sich bei den zustaendigen Arbeitsagenturen zu melden, da im Rahmen einer grossen Arbeitsbeschaffungmassnahme bis zu 3000 Ein-Euro-Stellen geschaffen werden sollen. Taetigkeitsschwerpunkt wird die Kontrolle von Fahrzeugen sein, in denen Autofahrer vom ‘Einfuehren verdaechtiger oder explosiver Gegenstaende in die City-Zone’ abgehalten werden sollen.
Obwohl ADAC-Chef Arno Reglitzky hier eine ueberzogene Raktion der Muenchener sieht und darauf hinweist, dass Autos per se gefaehrliche Fluessigkeiten mitfuehren, verspricht sich das Arbeitsamt Muenchen I einen bedeutenden konjunkturellen Aufschwung von dieser Massnahme.
Bundesinnenminister Schaeuble erwaegt ersten Geruechten zufolge auch das Mitfuehren von Fluessigkeiten in Gaststaetten, Bars und Diskotheken zu verbieten. “Wir haben am 1. Oktober 2005 auf Bali gesehen, dass so eine Anschlagsserie nicht notwendigerweise Flugzeuge oder andere oeffentliche Verkehrsmittel treffen muss – sondern durchaus auch statische Ziele betroffen sein koennten”, so Schaeuble. Ein Sprecher des Innenministeriums betonte allerdings, dass vorrangig die Komplettueberwachung der 450 Millionen EU-Buerger umgesetzt werden muesse. “Bei so vielen Verdaechtigen muss gruendlich gesiebt werden”, betonte er unter Anspielung auf die angespannte finanzielle Haushaltslage dieses Resorts.
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