Der Begriff Grenznutzen stammt aus der Betriebswirtschaft. Das Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen besagt, dass ein hungriger Mensch für ein kg Brot durchaus bereit wäre, 5 Euro zu bezahlen. Fuer zwei kg Brot vielleicht noch 7,50 Euro (zusammen). Fuer ein drittes Kilogramm Brot wohl kaum noch einen Euro extra. Der Grenznutzen eines weiteren kg Brot nimmt ab. Die Abnahme repräsentiert den fallenden Nutzen, den zusätzliche Güter dieser Gattung durch ihre Anschaffung erzielen. Auch Sicherheit hat einen abnehmenden Grenznutzen.
So vervielfacht sich der Aufwand unverhältnismaessig, wenn man ein höheres Mass an Sicherheit erreichen will, obwohl 100% Sicherheit gar nicht erreichbar sind.
Der Sicherheitswahn, der seit 9/11 um sich greift hat ja schon völlig absurde Blüten getrieben. Da werden Grundgesetze und Bürgerrechte ausgehebelt, Menschen auf unsinnige Weise überwacht und schikaniert und das, obwohl damit keine zusätzliche Sicherheit gewährleistet werden kann.
Nehmen wir einmal die neuen Gepäckverordnungen bei Flugreisen. Ich habe dies bereits hier auf meinem Blog auf die Bahn und andere Einrichtungen übertragen, und dabei aufgezeigt, wie idiotisch das ist (Kein Handgepaeck mehr bei der Bahn).
Jetzt hat trotz erweiterter Sicherheitsvorschriften und massiver Schikane der zahlenden(!) Fluggäste ein Team von ZDF-Mitarbeitern mit Unterstützung eines Kampfmittelexperten der Technischen Universität Cottbus eine hochexplosive Bombe gebaut:
“Mit den Dingen, die man durch die Sicherheitskontrollen gebracht hat, und mit den Dingen, die ich noch zusätzlich im Duty-Free-Shop erwerben kann, kann ich Sprengvorrichtungen bauen, mit denen ich ein Flugzeug aus der Luft holen kann”, zitierte das Magazin (Frontal 21) den Kampfstoffexperten Wolfgang Spyra.
Quelle: der Spiegel
Nur ein weiterer Hinweis darauf, dass der Aufwand, der betrieben wird, nicht gerechtfertigt ist. Angesichts knapper Kassen und mangelnder Bildung im Land sollten sich einige Leute in Berlin mal in aller Ruhe hinsetzen und überlegen, ob sie vielleicht nicht doch mal ihre Prioritäten neu sortieren sollten.
Dieses Spiel mit sogenannten Proof-of-Concepts/Exploits kann man nämlich immer weiter treiben. Die Sicherheitsmassnahmen verstärken, eine Lücke finden, diese demonstrieren – Die Sicherheitsmassnahmen verstärken, eine Lücke finden, diese demonstrieren – Die Sicherheitsmassnahmen verstärken, eine Lücke finden, diese demonstrieren – Die Sicherheitsmassnahmen verstärken, eine Lücke finden, diese demonstrieren … [bis zum Abwinken]
Der Spass wird nur teurer und bringt keinen zusätzlichen Nutzen.
Und an den Flughäfen selbst zu kontrollieren ist ja auch nicht wirklich effektiv. Da braucht ein Terrorist ja nur mal auf die Idee zu kommen, dass man ‘ne Stinger von einem kleinen Boot aus abfeuern könnte – ganz ohne selbstmörderische Absicht; bei geringem Risiko, erwischt zu werden. Derartige Szenarien lassen sich zu Hauf konstruieren.
Wir verlieren nur endgültig unsere Freiheit, wenn wir so weiter machen.
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-m*sh-
Der Grenznutzen von Sicherheit
Posted: 13th November 2006 by mash in allgemein, politcomment, RealsatireTags: msh, politik, sicherheit, sicherheitswahn
Der Begriff Grenznutzen stammt aus der Betriebswirtschaft. Das Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen besagt, dass ein hungriger Mensch für ein kg Brot durchaus bereit wäre, 5 Euro zu bezahlen. Fuer zwei kg Brot vielleicht noch 7,50 Euro (zusammen). Fuer ein drittes Kilogramm Brot wohl kaum noch einen Euro extra. Der Grenznutzen eines weiteren kg Brot nimmt ab. Die Abnahme repräsentiert den fallenden Nutzen, den zusätzliche Güter dieser Gattung durch ihre Anschaffung erzielen. Auch Sicherheit hat einen abnehmenden Grenznutzen.
So vervielfacht sich der Aufwand unverhältnismaessig, wenn man ein höheres Mass an Sicherheit erreichen will, obwohl 100% Sicherheit gar nicht erreichbar sind.
Der Sicherheitswahn, der seit 9/11 um sich greift hat ja schon völlig absurde Blüten getrieben. Da werden Grundgesetze und Bürgerrechte ausgehebelt, Menschen auf unsinnige Weise überwacht und schikaniert und das, obwohl damit keine zusätzliche Sicherheit gewährleistet werden kann.
Nehmen wir einmal die neuen Gepäckverordnungen bei Flugreisen. Ich habe dies bereits hier auf meinem Blog auf die Bahn und andere Einrichtungen übertragen, und dabei aufgezeigt, wie idiotisch das ist (Kein Handgepaeck mehr bei der Bahn).
Jetzt hat trotz erweiterter Sicherheitsvorschriften und massiver Schikane der zahlenden(!) Fluggäste ein Team von ZDF-Mitarbeitern mit Unterstützung eines Kampfmittelexperten der Technischen Universität Cottbus eine hochexplosive Bombe gebaut:
Quelle: der Spiegel
Nur ein weiterer Hinweis darauf, dass der Aufwand, der betrieben wird, nicht gerechtfertigt ist. Angesichts knapper Kassen und mangelnder Bildung im Land sollten sich einige Leute in Berlin mal in aller Ruhe hinsetzen und überlegen, ob sie vielleicht nicht doch mal ihre Prioritäten neu sortieren sollten.
Dieses Spiel mit sogenannten Proof-of-Concepts/Exploits kann man nämlich immer weiter treiben. Die Sicherheitsmassnahmen verstärken, eine Lücke finden, diese demonstrieren – Die Sicherheitsmassnahmen verstärken, eine Lücke finden, diese demonstrieren – Die Sicherheitsmassnahmen verstärken, eine Lücke finden, diese demonstrieren – Die Sicherheitsmassnahmen verstärken, eine Lücke finden, diese demonstrieren … [bis zum Abwinken]
Der Spass wird nur teurer und bringt keinen zusätzlichen Nutzen.
Und an den Flughäfen selbst zu kontrollieren ist ja auch nicht wirklich effektiv. Da braucht ein Terrorist ja nur mal auf die Idee zu kommen, dass man ‘ne Stinger von einem kleinen Boot aus abfeuern könnte – ganz ohne selbstmörderische Absicht; bei geringem Risiko, erwischt zu werden. Derartige Szenarien lassen sich zu Hauf konstruieren.
Wir verlieren nur endgültig unsere Freiheit, wenn wir so weiter machen.
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-m*sh-