Zum Glueck lag ich waehrend der WM gut sediert in der Klinik, so dass mir der Verlauf dieser Veranstaltung am Allerwertesten vorbegehen konnte. Die einzige diesbezuegliche Wette, zu der ich mich habe noetigen lassen, war mit meiner Schwester. Hab zehn Euronen gewonnen, weil ich auf den dritten Platz fuer Deutschland getippt habe. Aber grundzipiell war das ja klar. Jedesmal wenn ich waehrend der WM in der Klinik liege, wird Deutschland Dritter. Fuer mich also eine mit wenig Spannung verbundene Angelegenheit. Nichtsdestotrotz haben sich Millionen Deutsche in Heerscharen zu den oeffentlichen Plaetzen begeben um am “Public Viewing” teilzunehmen. Als ich das erste Mal davon horte, haette ich mich beinahe an meinem Kaesebroetchen verschluckt.
Wie bitte? Millionen Deutsche gehen zum Public Viewing?
Wer ist denn gestorben?
Der deutsche Fussball? (Na hoffentlich!)
Okay, noch mal fuer alle, die im Englischunterricht nicht aufgepasst haben weil der Drogendealer auf dem Pausenhof mal wieder die Preise erhoeht hat: Als “Public Viewing” bezeichnet man das Abschiednehmen von einem Verstorbenen am offenen Sarg.

Aber dass die Menschen in Deutschland jeden Bullshit, den man ihnen erzaehlt, gedankenlos nachplappern ist man ja gewohnt.
Wie sehr der Einzelhandel jedoch leiden muss, wenn ein Haendler sein Schaufenster mit
      Das Kunde muss ins Eckige
beschriftet, kann man nur ahnen. (Gestern hier in der Innenstadt gesehen – leider keine Kamera dabei gehabt; aber am Montag komme ich da noch einmal vorbei und werd’s ablichten.)

     Pisa-Schock III

Gerade eben in den Nachrichten: Der deutsche UNO-Botschafter Thomas Matussek befuerwortet, dass deutsche Marineeinheiten im Rahmen der UN-Mission im Libanon den Nachschub an Waffen fuer die Hezbollah unterbinden. hmmmmm

Geographie sechs! Setzen, Herr Matussek.
Die Hezbollah-Milizen werden von Syrien und Iran mit Waffen versorgt. Sie werden uns wohl kaum den Gefallen tun, und das ganze dann auch noch ueber derartige Umwege verschiffen. Da waere es ja einfacher die Sore ueber ebay.de zu verchecken.

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-m*sh- [Sarkasmus inside]

  1. Das Kunde muss ins EckigeHier nun das unter Fussball-WM und ihre Nachwehen versprochene Bild:

    Als ich das zum ersten Mal sah, war ich ueber diesen Schwachfug so baff, dass ich noch nicht einmal geschnallt habe um was fuer einen Laden es da geht. Nun aber wird offensichtlic…