[Edit: ] Da ich den gesamten Text zu dem Themenbereich “Sprechspur und Wurzelschrift” mehrfach überarbeitet habe und die Blogseiten nicht permanent überarbeiten möchte, biete ich das aktuelle Dokument hierzu als download an.
Der Text handelt vom Denken und wie die Schriftsprache unser Denken, unsere Kommunikation und Semantik sowie unseren Geist und die Kultur, in der wir leben, beeinflusst. Die Sprechspur als Schrift wurde von mir in fast 60 Jahren weiterentwickelt.
Dieser Prozess wird beschrieben. Des weiteren gibt es einen neuen Abschnitt, warum ich heute diese Schrift weiter kultiviere und als “Zen-Übung” betrachte.
Sprechspur Schreiben als Zen-Übung
-m*sh-
Ich bin beeindruckt vom Anfang deiner Darstellung der Spurschrift und gespannt auf die Fortsetzung. Jetzt hast du eine Argumentationsfolge aufgebaut, aus der sich viel mehr entwickeln lässt als das Thema “Spurschrift” vermuten ließ. Danke auch für das Beispiel für Übersetzung und Rückübersetzung der Goethe-Verse!
Mit besten Grüßen
Jules
Ich werde das Thema bei vorhandenem Interesse fortfuehren. Allerdings wird in der kommenden Nacht-Wanderung (an der ich vermutlich – bedauerlicherweise -nicht teilnehmen kann), das Gross der Leser und Kommentatoren ohnehin im Teppichhaus sitzen und mit Buchstaben werfen.
-m*sh-Ich habe mich schon oft gefragt, ob ein Japaner oder Chinese, gar Araber auch andere Nationen, anders Denken, nicht nur der Schrift wegen.
Ein Interessantes Thema, das ich erst einmal Geistig verarbeiten muss um ggf. etwas darauf zu erwidern.
bernhard
Es wird weitergehen und ich versuche das mal in mundgerechten Haeppchen zu portionieren, damit die Leser auch Zeit zum nachdenken und zum Kommentieren haben.
-m*sh-Sehr gute Idee, denn hier handelt es sich, für mich um Neuland.
bernhard
Du kannst durchaus Recht haben mit deiner These, wer hätte jemals darüber nachgedacht? Ich jedenfalls nicht.
Ich schon – kommt noch.
Bzw. Kostprobe bei (etwa am Ende des ersten Drittels):
Teppichhaus Trithemius.
-m*sh-Wow, diese Gedankengänge! Das heißt zwischen den Kulteren liegt viel mehr, als “nur” die Sprache und der Glauben! Das lässt sich so interpretieren, dass verschiedenen Wörtern auch verschiedenen Bedeutungen zugeschrieben werden. Verständigungsprobleme mal ganz anders!
Richtig. Man kennt ja auch den Terminus einer ‘anderen Mentalitaet’, der in unserem Sprachgebrauch bereits auf nahestehende Kulturen wie Suedeuropaeer angewendet wird.
Die Bedeutung eines Wortes muss immer im kulturellen Kontext interpretiert werden.
Fuer einen Buddhistischen Moench kann Zeit ein Klang sein (Das ist nun nicht woertlich zu nehmen – nur als Andeutung zu verstehen).
Verstaendigungsprobleme – ja. Doch will ich nicht auf Probleme oder gar die Unmoeglichkeit der Kommunikation hinaus, sondern auf die Chancen, die sich eroeffnen, wenn wir die Augen aufmachen und ueber den Tellerrand unseres soziokulturellen Backgrounds hinausschauen.
-m*sh-Ein spannendes Thema, lieber Sha-Mash, deine Ausführungen sind konsequent und nachvollziehbar. Während asiatische Schriftzeichen direkt als Bilder entstanden (Baum, Stein, Tor, Haus usw.), benutzen wir eine Kunstschrift, ein künstliches Alphabet, mit entsprechend eingeschränkten Ausdrucksmöglichkeiten.
Rupi
Unser ‘kuenstliches Alphabet’, wie Du es bezeichnest ist eben atomisiert (siehe Teil 2).
-m*sh-Darüber habe ich mir schon oft Gedanken gemacht, nur hat es mir bis jetzt niemand geglaubt.
Ich husche einmal zum Teil2.
Danke!
Ich bin ein wenig überrascht ob deiner Gedankengänge. Nachdem du dich zunächst bemühst, die Begriffe “Sprache”, “Sprechen” und Schrift” zu differenzieren, werden sie nachher dann doch wieder miteinander vermengt. Dass die Sprache unsere Art zu denken beeinflusst, ist doch spätestens seit Wittgenstein ein alter Hut.
Was das Beispiel der japanischen Übersetzung des Goethe-Gedichts über verschiedene Schriftsysteme aussagen soll, ist mir schleierhaft. Dies ist allenfalls ein Beleg für unterschiedliche kulturelle Hintergründe.
Hallo Elvira,
ich differenziere diese Begriffe zuerst, weil sie in unserer Erziehung und in unserer Kultur getrennte Erscheinungsformen einer gemeinsamen Basis sind.
Mit der Vermengung, wie Du es nennst, rufe ich lediglich in Erinnerung, dass eine andere Sichtweise hierauf – die diese Bereiche vereinigt – ebenfalls moeglich ist.
Wittgenstein kommt aus der Philosophie und ist zumindest vom erkenntnistheoretischen Ansatz her eher auf Begrifflichkeiten fixiert. Mit diesen Artikeln gehe ich jedoch auf den paedagogischen Aspekt ein, den die Trennung, bzw. Vereinigung von Schrift und Sprache liefern kann.
Die Hin- und Rueckuebersetzung des Geothe-Gedichts soll aufzeigen, dass die Interpretation durch unterschiedliche Kulturen zu gaenzlich unterschiedlichen Ergebnissen fuehrt und somit unsere Kommunikation mit derartigen Kulturen einen gemeinsamen grosseren Gesamtkontext voraussetzt, will man Missverstaendnisse vermeiden.
-m*sh-“Die Hin- und Rueckuebersetzung des Geothe-Gedichts soll aufzeigen, dass die Interpretation durch unterschiedliche Kulturen zu gaenzlich unterschiedlichen Ergebnissen fuehrt und somit unsere Kommunikation mit derartigen Kulturen einen gemeinsamen grosseren Gesamtkontext voraussetzt, will man Missverstaendnisse vermeiden.”
Sag ich doch. Das hat nichts mit Schrift zu tun.
Aber mit Denken und Sprache
-m*sh-Lieber -s..mash- oder wie immer Sie sich nennen, habe vor Kurzem erst Ihre Artikel zu Kunowski und der Sprechspur (Wurzelschrift) gefunden und mittlerweile alle 5 Beiträge gelesen.
Meine Hochachtung und herzlichen Glückwunsch zu dieser gelungenen Serie.
Die erste ausgezeichnete und ausführliche Darstellung im Internet, die mir begegnete und ich habe schon seit längerem gesucht.
Ich bin auch ein Spurer der ersten Stunden, denn schon 1949 habe ich meinem Vater geholfen sein Sprechspurkino (Tapeten-Kino) zu basteln. Charlotte W. und ich schreiben uns heute ab und zu in Sprechspur.
Hier noch eine Frage: In Heft 2. des Jahrgangs 19 vom 15. Juni 1968 auf SSeite 274 wir ein G. als ‘erster Freispurer’ vorgestellt. Kennen Sie ihn und gibt es diesen G. noch? Wie heißt er?
Charlotte hat mit ihm keine Verbindung mehr.
Mich interessiert auch Ihr bürgerlicher Name, denn ich möchte Charlotte fragen, ob Sie sich noch an Sie erinnern kann. Wenn ich fragen darf. Zu welcher Zeit waren Sie im Spielkreis?
herzlich,
KEW.
Bei diesem G. handelt es sich um meine Person.
Für mehr Details stehe ich Ihnen per privater Mail zur Verfügung.
-m*sh-[…] ersten und im zweiten Teil zu diesem Thema habe ich herausgearbeitet, dass mit dem Erlernen der […]